Von den Göttern erlaubt (Thematik)


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    Von den Göttern erlaubt

    Zierde und Inbegriff des XVIII. Jahrhunderts, nannte Christoph Martin Wieland das Gartenreich des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817). Besonders der in den Elbauen im Osten der Residenzstadt Dessau nach englischem Vorbild angelegte Park von Wörlitz, eine von Kanälen durchzogene Zauberlandschaft mit Tempeln, Statuen und Brücken, zog schon damals Reisende aus dem In- und Ausland scharenweise an. Ein englischer Diplomat soll in dem jedermann zugänglichen Garten ausgerufen haben: "Goddamn, here is England!" Auch in der DDR waren die leidlich instand gehaltenen Anlagen eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit. Der anspruchsvolle Bildungspark des Fürsten Franz und seines Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff gilt als herausragende Schöpfung der Aufklärung. Die Wörlitzer Anlagen waren Teil eines umfassenden Programms zur "Landesverschönerung", durch das der reformfreudige Fürst sein Ländchen in einen Gartenstaat verwandelte. Preußischem Militärdrill abgeneigt, ließ er 1774 die berühmte Erziehungsanstalt "Philanthropin" gründen, die Armenfürsorge neu organisieren und auf Mustergütern moderne Landwirtschaftsmethoden erproben. Seine Devise lautete: das Nützliche mit dem Schönen verbinden. Künstlerischer Ausdruck dieses Lebensgefühls ist der klassizistische Garten von Wörlitz, über den Goethe schrieb, es habe ihn gerührt, "wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben, einen Traum um sich herum zu schaffen".

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