Jeder kann mit jedem (Thematik)


  • Textmenü

  • Text
  • Zum Inhalt
  • Literaturbeilage
  • Arbeit on line
  • Grammatischer Teil

  • Zurück zur Textauswahl nach Themen
  • Zurück zur Textauswahl nach Grammatik


    Text

    Jeder kann mit jedem

    Warum noch in die Kneipe gehen.- Menschen aus aller Welt treffen sich per PC in Datennetzen.
    Leise klapperten die Tasten des Computers "ja, ich will", tippte Amy Gross, während ihr Bräutingam, Tom Fezette, glücklich lächelnd neben ihr saß. Das Paar war sich in einem Computernetz beim Austausch elektronischer Briefe nähergekommen und feierte nun die Hochzeit stilgerecht: 60 Gäste aus allen Teilen der USA waren anwesend - allerdings nur per Computer und Telefonleitung. Nach dem elektronischen Ja-Wort leuchteten auf dem Bildschirm die aus der Ferne gesendeten Reaktionen der Gratulanten: "Die Familie klatscht" kam von den Schwiegereltern, "Jenny weint" von einer Online-Freundin.
    Datennetze, die solche Bekanntschaften ermöglichen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Sogar US-Präsident Bill Clinton ist per E-Mail unter der Adresse president@whitehouse.gov erreichbar - in den letzen sechs Monaten erhielt er mehr als 100.000 elektronische Briefe.
    Zusammen mit seinem Vize, Al Gore, hatte Clinton die Begeisterung für die weltweite Vernetzung erst richtig angeheizt: mit dem Plan für einen "Information Highway", der Wirtschaft und Bevölkerung des Landes verbinden und so den Aufschwung im High-Tech-Zeitalter bringen soll.
    Doch während sich die Unternehmer noch darum reißen, das Milliarden-Projekt bauen zu dürfen, mit dem in ferner Zukunft von Fernsehsendungen bis zu Steuererklärungen alle Informationen digital transportiert werden, findet die weltweite Vernetzung längst statt- wenn auch in kleinerem Maßstab.
    Computer, Telefon und Modem sind die technische Voraussetzung für den Anschluß an die Welt der Netze. Über eine Telefonverbindung zu Zentralrechnern sind die Teilnehmer der Online-Dienste miteinander verbunden.
    So haben weltweit knapp 30 Millionen Menschen Zugang zum größten Computernetz, dem Internet. Das einst für Militärs und Wissenschaftler gegründete System umfaßt nicht nur einen elektronischen Postdienst, sondern auch zahllose Diskussionsgruppen. Wie auf einem Schwarzen Brett hinterlassen die Mitglieder dort für jeden Nutzer sichtbare elektronische Nachrichten, auf die andere dann antworten können. Waren bislang hauptsächlich wissenschaftliche Debatten üblich, etwa über neue Erkenntnisse der Elementarteilchen-Physik, geraten nun Alltagsbelange immer mehr in den Vordergrund: Diskussionen über Mütter und Töchter, über Umweltprobleme oder Politiküberdruß, Knödelrezepte oder Fetischismus laufen heute über die Netze. Datenbanken im Netz horten zudem Informationen - von aktuellen Reise-Tips über Inhaltsangaben zu TV-Serien bis hin zu archivierten Zeitungen.

    Arbeit on line

    Im Text steht, wie man den amerikanischen Präsidenten kontaktiert. Besuchen Sie nun den deutschen Kanzler!

    Der Bundeskanzler