Die Fahrprüfung wird immer teurer - und schwieriger. (Thematik)


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    Die Fahrprüfung wird immer teurer - und schwieriger. Bereits jeder vierte rasselt durch.

    Von 1,9 Millionen Kandidaten, die im ersten Halbjahr 1994 zur Führerscheinprüfung antraten, scheiterten 21,2 Prozent am Fragebogen und 24,8 Prozent beim Fahrtest. Bei der Wiederholungsprüfung sieht es noch schlechter aus. Der Fahrschüler wird zugeschüttet mit Vorschriften über das Verhalten im Straßenverkehr, mit Gefahrenlehre und mit Folgen von Zuwiderhandlungen gegen die Verkehrsvorschriften. “Eine Fahrprüfung ist doch kein Intelligenztest”, merkt der Chef aller Fahrlehrer kritisch an. Und es soll schwerer werden: Dann darf der Prüfling sich nur noch ein falsches Kreuz bei den Fragen zur Vorfahrtsregelung erlauben. “Bei zwei falschen Antworten rasselt er durch”, sagt Wilhelm Petzholtz, Leiter des Fahrerlaubnis-Prüfwesens bei der Dekra in Dresden, die alle Prüfungen in den Ostländern abnimmt. Die Änderung soll “im Rahmen der Angleichung von Straßenverkehrsgesetzen und Führerscheinzulassung in Europa” erfolgen.
    In der Praxis änderte sich im Laufe der Jahre auch einiges. Meldete sich ein Schüler früher schon nach zehn Stunden zur Prüfung, muß er heute allein zehn Sonderfahrten absolvieren. Sonderfahrten kamen hinzu, weil eine Analyse ergeben hatte, daß die Unfallschwerpunkte außerhalb geschlossener Ortschaften lagen und es meist nachts krachte.
    Kein Wunder, daß die Preise explodieren. Kostete eine Führerscheinprüfung 1970 noch zwischen 600 und 900 Mark, mußte der Prüfling zehn Jahre später bereits 1200 bis 1600 Mark hinblättern. Heute ist unter 2000 Mark nichts mehr drin.
    Während der Prüfling vor 20 Jahren schon nach zwei bis drei Wochen seinen “Lappen” in der Tasche hatte, so benötigt er heute durchschnittlich drei Monate.
    Die häufigsten Fehler in der Prüfung: Der Kandidat fährt bei Rot weiter, achtet nicht auf das Winken von Polizisten. Er mißachtet Vorfahrtregeln, beobachtet beim Fahrstreifenwechsel nicht den Verkehr und reagiert nicht bei Kindern, Hilfsbedürftigen und Senioren.
    Die Prüfer gehen die 45 Minuten gemütlich an. Nach einem lockeren Vorgespräch, das die Angst mindern soll, wählt der Prüfer eine Anfangsstrecke ohne große Schwierigkeiten, sozusagen zum “Warmfahren”. Es folgen drei Grundfahraufgaben: Anfahren an einer Steigung, Einparken und Wenden.
    Wer in Großstädten die Fahrprüfung ablegt, ist gegenüber ländlichen Regionen benachteiligt. Erstens benötigt der “Stadtschüler” mehr Stunden, “weil sich die produktive Lernzeit wegen ständigen Staus verringert”, so Gerhard von Bressensdorf, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände. Zweitens ist die Durchfallerquote deutlich höher als auf dem Land.
    Besonderen Strapazen ausgesetzt sind die Prüflinge in den Großstädten der neuen Bundesländer. “Besonders chaotisch ist es in Dresden. Da werden von einer Minute zur anderen Baustellen errichtet, ganze Straßen dicht gemacht”, beklagt sich Wilhelm Petzholtz. Schlechte Straßenverhältnisse und immerwährende Staus sind die Ursachen dafür, daß Autofahrer aggressiv fahren.
    Über die Hälfte der Führerscheinkandidaten sind Frauen. Sie sind, so Fahrlehrer-Chef Bressensdorf, die sichereren Fahrer, “ besitzen eine natürliche Bremse”. Allerdings stellen sich Frauen beim Einparken oder in kritischen Situationen ungeschickter an. Männer geben sich dagegen risikofreudiger und haben mit der Technik weniger Probleme.


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